Training,

Muskeln vs. Fett

Muskeln vs. Fett – wie Training den Stoffwechsel beeinflusst

Wie Training den Stoffwechsel beeinflusst

 

Unter dem Begriff „Erkrankungen der körperliche Inaktivität“ werden Typ 2 - Diabetes, Herzkreislauf-Erkrankungen, Darm- und Brustkrebs sowie Demenz und Depressionen zusammengefasst. Sowohl körperliche Inaktivität als auch eine Anhäufung von Bauchfett (viszeralem Fett) stehen mit dem Auftreten einzelner Krankheitsbilder dieser Erkrankungsgruppe im Zusammenhang.

Körperliche Inaktivität scheint ein unabhängiger und großer Risikofaktor für die Anhäufung von viszeralem Fett zu sein, welches wiederum eine Quelle für generalisierte Entzündungen im Körper darstellt. Chronische Entzündungen sind am Verlauf vieler Krankheitsbilder beteiligt (bspw. Insulinresistenz, Artherosklerose, Nervenzelldegeneration, Tumorwachstum).

Die häufig propagierte gesunde Wirkung von regelmäßigem Training wird durch wissenschaftliche Hinweise untermauert. Anteil hieran hat der anti-entzündliche Effekt, welcher mit jedem einzelnen Trainingszyklus vermittelt wird. Dieser Effekt entsteht durch eine Reduktion der viszeralen Fettmasse sowie durch das Erzeugen einer anti-entzündlichen Umgebung im Körper.

Verantwortlich hierfür sind sogenannte „Myokine“ – hormonähnliche Botenstoffe – welche in der arbeitenden Muskulatur produziert und ausgeschüttet werden. Sie stellen einen  Gegenspieler zum viszeralen Fett dar und arbeiten somit auch entgegen einer chronischen Entzündungssituation im Körper an.

 

Quelle:

Pedersen BK. The diseasome of physical inactivity - and the role of myokines in muscle-fat cross talk: Diseasome of physical inactivity. J Physiol. 2009 Dec 1;587(23):5559–68.

Pedersen BK. Muscles and their myokines. J Exp Biol. 2011 Jan 15;214(2):337–46.